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Wochenendexkursion Nikolaikirche Luckau & Pückler-Park Branitz (26. 10. 2019)

Ein strahlend blauer Himmel und herbstliche Sonne waren gute Voraussetzungen für unsere Fotoexkursion und so trafen sich Mitglieder des Fotoclubs  gut ausgerüstet mit Kameras, Objektiven und Stativen  an der St.Nicolai Kirche in Luckau. Am Morgen  war es jedoch noch scheidend kalt und alle standen zitternd vor der alten  Kirchentür des gewaltigen Backsteinbaus und warteten, bis die Feier einer diamantenen Hochzeit drinnen vorbei war.

Kirchenzauber

Endlich, die große Eingangstür öffnete sich und wir betraten eine andere Welt. Die äußerlich schlichte Kirche aus dem 13. Jhd. ist mit ihrem hölzernen Schnitzwerk, den Altären, Galerien, Kanzeln und Wandbildern ein wahres Wunder, welches man hier kaum erwartet hätte. Mildes Licht, das  durch die großen Fenster fiel, beleuchtete die Kunstwerke im Innern und die teils farbigen, teils morbiden Holzfiguren boten eine Vielfalt an Motiven. Die Mystik des hohen Kirchenraumes und viele verzauberte Anblicke fesselten und inspirierten zu Bildfindungen. Besonders beeindruckend war die Orgel des Leipziger Orgelbauers Christoph Donat von 1673, die uns die Kirchenführerin erklärte. Auch ein Orgelstück durften wir hören und dessen atmosphärische Wirkung im Raum erleben.

Bombenalarm

Nach dem Verlassen der Kirche empfing uns die Realität. Die gesamte Innenstadt von Luckau war abgesperrt - überall Polizeifahrzeuge, Sirenen heulten. Der Grund war ein Bombenalarm. Irgendwer hatte einige Tüten mit unbekannten Substanzen in der Stadt verteilt. Da es schon einmal einen solchen Alarm in Luckau gegeben hatte, dessen Verursacher Schüler des Gymnasiums waren, schien niemand ernstlich beunruhigt. Wir setzten also unsere Exkursion ohne Stadtrundgang fort, fuhren zum Essen und anschließend in den Park von Branitz.

Pücklerpark

Der Park, dessen Gestaltung  1845 von  Hermann von Pückler-Muskau  nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten  angelegt worden war, ist mit seltenen Bäumen bepflanzt und mit Wasserläufen durchzogen, die man als Gruppe mit einem Spreewaldkahn befahren kann. Vom Wasser aus hatten wir phantastische Fotoblicke durch die sonnendurchfluteten, herbstfarbigen Laubbäume und auf kleine Brücken und Wege. Das Kuriosum aber ist in diesem Park das Grabmal des Fürsten, der für sich eine Pyramideninsel errichten ließ. Dass diese inzwischen auch von Nutriafamilien bewohnt ist, die sich unseren Objektiven präsentierten, war genauso amüsant wie die Erklärungen der Kahnführerin und die engen Brückendurchfahrten. Ein Fürst-Pückler-Eis zum Abschluss war für einige von uns obligatorisch. Die Fotoausbeute wird spannend!



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